Sanierung Bergfried

Thüringisch-Fränkischer Geschichtsverein e.V.

 

  • gemeinnütziger Verein für Heimatkunde, Heimatpflege, Denkmalschutz und Denkmalpflege
  • seit 2004 Förderverein der Burgruine Rauenstein und des Museums Schloss Rauenstein

 

Sanierung des Bergfrieds

 

Seit der Zerstörung im Dreißigjährigen Krieg verfiel die Burganlage des Rauensteins. Erst Anfang des 19. Jahrhunderts wurde ein Verschönerungsverein gegründet, der sich ihrer wieder annahm und das Areal der Burgruine pflegte. In seiner Tradition steht der Thüringisch-Fränkische Geschichtsverein e.V. bis heute.

 

Ende des 20. Jahrhunderts war die Burgruine in ihrer Substanz derart gefährdet, dass seitens der damaligen Eigentümergemeinschaft LEG Thüringen der Zugang verwehrt und ernsthaft über eine Sprengung der Anlage nachgedacht, hierfür auch eine Sprengkonzeption ausgearbeitet wurde.

 

Zunächst hatte es aber noch Rettungsversuche gegeben: Im Jahr 2000 wurde in einer spektakulären Aktion ein Gerüst eingeflogen und der Bergfried mit Stahlseilen, Schaumstoffmatten und Folien gesichert. Kurz darauf war das Gerüst wieder verschwunden, unansehnlich dominierte der verhüllte Bergfried sechs Jahre lang das Ortsbild Rauensteins.

 

Der Anblick war kaum zu ertragen. Aus diesem Grund entschieden sich Kai-Marian Büttner und Michael Mende 2004 dazu, beim Landesdenkmalamt in Erfurt vorzusprechen und für die Rettung der Burgruine einzusetzen. Das Gespräch bei Dr. Sutter war ernüchternd aber die Initialzündung für die Gründung unseres Vereins mit dem Ziel, die Burgruine Rauenstein als Wahrzeichen unserer Heimat zu retten.

 

Noch im Sommer 2004 fanden sich sieben engagierte Gründungsmitglieder zusammen, die dazu beitrugen, mit energischen Recherchen, Presseberichten und Verhandlungen mit Ämter und Behörden zu treten.

 

Aufgrund unseres Engagements konnte zunächst bei einer Gemeinsamen Sitzung mit der Gemeindeverwaltung, Vertretern der Denkmalschutzbehörde und der Eingentümergesellschaft die Sprengung des Bergfrieds abgewendet werden. Hierfür hatten wir anhand der Sprengkonzeption mit Foto- und Bildmaterial nachweisen können, dass bei der geplanten Aktion weitere Ruinenteile in Mitleidenschaft gezogen worden wären, weshalb das Landesamt für Denkmalschutz seine Zustimmung zu dieser Aktion verwehrte.

 

Auf einer weiteren Sitzung bei der LEG Thüringen in Erfurt wurde die Sanierung der Burgruine durch die Eigentümergesellschaft sowie der Rückkauf für einen symbolischen Euro durch die Gemeinde Effelder-Rauenstein ausgehandelt.

 

Im Oktober 2006 schließlich begannen die entscheidenden Sanierungsarbeiten für den Erhalt des Bergfrieds durch die Firma Bennert GmbH: Erneut wurde der Bergfried eingerüstet, die Folien und Schaumstoffmatten abgetragen und beide emporragenden Mauerreste aus statischen Gründen um einige Meter verkürzt.

 

Im Anschluss daran wurde ein Edelstahlnetz um die Mauerreste gezogen und diese Armierung mit Waschbeton am Bergfried fixiert. Zudem wurde am oberen Ende der Mauerreste eine Stabilierung aus Edelstahlankern angebracht, um die Standfestigkeit des Turmes für die kommende Jahrzehnte zu garantieren.

 

Leider wurde uns in dieser Zeit der Zugang zur Burgruine verwehrt, sodass wir kein Foto vom Ausblick des Bergfrieds anfertigen konnten.

 

Das zwiespältige Verhältnis zur damaligen Gemeindeverwaltung gipfelte schließlich in einem grotesken Fernsehbeitrag von MDR Thüringen, der die tatsächlichen Bemühungen für den Erhalt der Burgruine nicht einmal ansatzweise wiedergibt.

 

Dennoch standen unsere Vereinsmitglieder zu ihren Versprechungen, sich nach der Sanierung ehrenamtlich um die Burgruine zu kümmern. Nach Abschluss der Sanierungsarbeiten im Frühjahr 2007 konnten wir unsere ersten Arbeitseinsätze durchführen.

 

Weitere Ruinenteile wie der Torturm oder die Reste der Ringmauer bedürfen dringender Sanierungsarbeiten, für die uns gegenwärtig leider die finanziellen Mittel fehlen.

 

 

SPENDENAUFRUF FÜR DEN ERHALT DER BURGRUINE UND DER ERWEITERUNG

DER PORZELLANSAMMLUNG DES MUSEUMS SCHLOSS RAUENSTEIN

 

Spendenkonto vorhanden.