2008

Thüringisch-Fränkischer Geschichtsverein e.V.

 

  • gemeinnütziger Verein für Heimatkunde, Heimatpflege, Denkmalschutz und Denkmalpflege
  • seit 2004 Förderverein der Burgruine Rauenstein und des Museums Schloss Rauenstein

 

Pressearchiv 2008

 

Freies Wort, 15. September 2008

 

Tag des offenen Denkmals

 

Schatzkästchen geöffnet. Alte Baudenkmäler in Schalkau und Rauenstein inspiziert

 

Schalkau/Rauenstein - „Verborgenes aufgedeckt“, hiess das Motto des gestrigen Tages des offenen Denkmals. Er bot Gelegenheit, Verborgenem etwas auf die Spur zu kommen gab es dieser Tage in Rauenstein und Schalkau nicht wenige.

 

Das Aufgedeckte war bereits am Freitag zur offiziellen Eröffnung auf der Schaumburg bei Schalkau allgegenwärtig. Zwischen freigelegten und sanierten Mauern, einer Auswahl archäologischer Funde und anderer Einblicke in die Burg-Geheimnisse hatte die Schalmeienkapelle Aufstellung genommen. Begleitet von den Klängen der Instrumente gaben Sonnebergs Landrätin Christine Zitzmann (CDU) und ihr Coburger Kollege Michael Busch (SPD) das Startsignal für den Veranstaltungsreigen zum Denkmaltag. Beide hoben die bewährte Zusammenarbeit der Landkreise Sonneberg und Coburg in Sachen Denkmalpflege hervor. Bereits am Freitag war diese Kooperation deutlich sichtbar, hatten doch die Unteren Denkmalschutzbehörden und die Heimatpfleger beider

 

Landkreise gemeinsam mit der Sonneberger Volkshochschule auf der Domäne eine Tagung zu Fragen der Bauforschung organisiert, die Fachleute, aber auch interessierte Laien aus Thüringen und Bayern zusammen brachte.

 

Am Denkmaltag selber konnte Schalkaus Bürgermeister Reinhard Zehner zu Beginn nur einige, wenige Interessierte in der Johanniskirche begrüßen. Doch der erste Eindruck täuschte, waren kurze Zeit später viele Interessenten unterwegs, um die einzelnen Stationen abzulaufen. [...] Nachdem er die Stationen des diesjährigen Tages des offenen Denkmals noch einmal kurz vorgestellt hatte, nutzte er die Gelegenheit, um sich bei allen, die dabei mitwirken zu bedanken. Dem konnte sich Landrätin Christine Zitzmann nur anschließen. „Allein ist es nicht zu schaffen, solche Schatzkästchen zu erhalten“, bekräftigte sie und freute sich über die Privatinitiativen, die einige in Sachen Denkmalschutz gestartet hatten. […]

 

Bernd Heinkel ist zwar gebürtiger Rauensteiner, heute aber in Grümpen zu Hause. 30 Jahre war er nicht mehr auf der Burgruine. „Deshalb bin ich heute hier“, sagt er und hofft bei einer Führung viel Wissenwertes über das alte Gemäuer zu erfahren. Ausserdem hat er sich vorgenommen, dem Neuen Schloss und der Kirche in Rauenstein einen Besuch abzustatten. „So haben wir einen schönen Sonntagnachmittag“, ist er sich sicher.

 

(Cathrin Nicolai und Thomas Schwämmlein)

 

 

Freies Wort, 18. Juli 2008

 

Denkmal der Erdgeschichte

 

Lottomittel für aktuelle Sonderausstellung zur Blessberghöhle im Schloss

 

[an den Thüringisch-Fränkischen Geschichtsverein e.V. übergeben]

 

Rauenstein – Rot und weiss waren die Bänder, die gestern Vormittag den Schleier über zwei gehörig grossen Gesteinsbrocken vor dem Museum Neues Schloss zusammenhielten, bevor Museumsleiterin Veronika Buff [mit dem Vorsitzenden des TFGV e.V.] das Geheimnis enthüllte. Der Besuch von Roland Richwien, Staatssekretär im Thüringer Ministerium für Bau und Verkehr, war der Anlass für den Festakt. Der eigentliche Hintergrund war jedoch eine Ausstellung über die Blessberghöhle, die seit gut zwei Wochen im Rauensteiner Museum zu sehen ist.

 

Richwien hatte im Gepäck einen Lottomittelbescheid seiner Behörde über 2000 Euro [für den TFGV e.V.], mit dem [vom Thüringisch-Fränkischen Geschichtsverein e.V.] die Sonderausstellung im Neuen Schloss unterstützt wird. Der Staatssekretär lobte das starke Engagement vor Ort und die gute Zusammenarbeit ganz verschiedener Einrichtungen rund um das Schloss. Ausstellung und das neue Denkmal vor dem Schloss böten nun Gelegenheit, in Ruhe einmal zu reflektieren, wie sich Dinge entwickeln. […] Dass man auch weiterhin fördern werde, sagte Staatssekretär Richwien zu. […] „Wir werden etliche Dinge umsetzen, damit sich hier etwas tut“, sagte Richwien.

 

„Wir zeigen hier die Liebe zu einem Natur-, Kultur- und Wirtschaftsraum“, bemerkte die Museumsleiterin. Immerhin habe die Natur den Menschen mit der Höhle am Blessberg auch ein Geschenk gemacht, mit dem es gelte sorgsam umzugehen, vor allem aber eine kluge und auf längere Zeit hin ausgerichtete Lösung zu finden. […]

 

(Thomas Schwämmlein)

 

 

Freies Wort, 12. Juli 2008

 

Kleine Burgkünstler geehrt

 

Malwettbewerb – Kinder zeichneten und bastelten Burgen, Ritter und Burgfräuleins

 

Rauenstein – Am Mittwochnachmittag wurden im Rauensteiner Porzellanmuseum die Sieger des dritten Thüringisch-Fränkischen Mal- und Zeichenwettbewerbs des Thüringisch-Fränkischen Geschichtsvereins ausgezeichnet. Die Kinder sollten Burgen malen oder ein Märchen darstellen, in denen Burgen, Ritter und Burgfräuleins vorkommen. In drei Kategorien konnten sich die Kindergartenkinder des Schaumberger Landes und Oberfranken künstlerisch betätigen. […]

Organisatorin Dorothea Büttner-Wenzing übergab zusammen mit Dietmar Lau vom Geschichtsverein die Preise an die Kleinen. Auch Bürgermeister Jost Morgenroth war anwesend. „Es entstanden richtig kleine Kunstwerke“, lobte Dorothea Büttner-Wenzing. „Deswegen haben alle kleinen Künstler einen Preis bekommen. Sie haben sich so angestrengt.“ […]

Nach der Preisübergabe hatten die Kinder noch die Möglichkeit eine Kleinigkeit vom Bäcker [Lobenstein] zu sich zu nehmen oder mit Dietmar Lau die Rauensteiner Burgruine zu erkunden. Auch das Museum stand zur Besichtigung offen. […]

 

(Danny Scheler-Stöhr)

 

Freies Wort, 21. April 2008

 

Frühjahrsputzaktion. Es wird wieder in die Hände gespuckt Für die Arbeit trotz Regen spendieren Freies Wort und Gessner ein kühles Blondes

 

Sonneberg/Rauenstein/Mupperg/Schalkau – Der Winterschlaf hat ein Ende. […] Um die Burgruine Rauenstein machte sich am Samstagmorgen der Thüringisch-Fränkische Geschichtsverein verdient. Acht Leute auch aus den umliegenden Gemeinden befreiten das Burgplateau von Wildwuchs und räumten die Wege auf. Kai Büttner, der Vorsitzende des Geschichtsvereins sieht die Frühjahrsputzaktion auch als ein Generationen übergreifendes Projekt. „Ich freue mich, wenn junge Leute mit anpacken, denn dann lernen sie was dazu gehört, ein Kulturgut zu bewahren.“ Der Arbeitseinsatz soll keine einmalige Sache sein, sondern findet ab sofort an jedem dritten Samstag im Monat statt. Beim nächsten Aufräumen wird dann die Hopfenkaltschale von Gessner serviert, verspricht Büttner. […] (Sibylle Lottes und Iris Reichstein)

 

Freies Wort, 22. Februar 2008

 

Historischer Stammtisch

Teamwork der Geschichtsvereine

An Idee ein Jahrbuch herauszugeben wird festgehalten

 

 

Rauenstein – Mitglieder von Geschichtsvereinen zwischen Rauenstein und Sonneberg trafen sich kürzlich in der Geschäftsstelle des Thüringisch-Fränkischen Geschichtsvereins in Rauenstein zu einem „Historischen Stammtisch“.

Nun, die Runde war nicht groß, indessen ging der Diskussionsstoff nicht aus. „Wir möchten mit dem Stammtisch den Austausch zwischen den Vereinen aktivieren“, sagt Kai-Marian Büttner vom Thüringisch-Fränkischen Geschichtsverein. Die Idee fanden die Anwesenden gut und Themen, über die es sich zu diskutieren lohnte fanden sich in der Runde schnell. Vor allem wurde über bessere Terminabsprachen zwischen den Geschichts- und Heimatvereinen des Landkreises und ein heimatkundliches Jahrbuch diskutiert.

Die Probleme der Geschichtsvereine sind zwar im Detail unterschiedlich, laufen von außen betrachtet aber immer wieder auf einige Kernprobleme hinaus. Es fehlt an Geld, es fehlt an Publikationsmöglichkeiten und es ist schwer, vor allem jüngere Menschen anzusprechen. „Wenn wir uns nicht rechtzeitig um Jugendliche bemühen, werden wir eines Tages alleine dasitzen“, kennzeichnete Büttner die Situation der Geschichtsvereine.

Werkstattgespräch

„Es ist sicher schwer, neue Mitglieder zu gewinnen, aber es ist nicht unmöglich“, so Kreisheimatpfleger Thomas Schwämmlein. Vielmehr komme es darauf an, vielleicht auch einmal ungewohnte Wege zu gehen, sich neuen Themen zuzuwenden.

Der Landkreis ist da nicht unbedingt in einer schlechten Position. Auch der gastgebende Verein des „Historischen Stammtisches“ ist dafür ein Beispiel, befasst sich doch zurzeit Vereinsvorsitzender Büttner selbst mit den wirtschaftlichen Strukturen der Porzellanfabrikation in Rauenstein. Einen kleinen Einblick in den Stand seiner Forschung bekamen die Gäste des Abends. Und so wurde der „Stammtisch“ schnell zu einem Werkstattgespräch.

Schnell kam die Sprache auf ein Thema, was die größeren Zusammenschlüsse besonders bewegt – die Publikationsmöglichkeiten. Der Thüringisch-Fränkische Geschichtsverein hatte sich selbst einmal auf die Fahnen geschrieben ein Jahrbuch herauszugeben, ein Ziel das bis heute noch besteht. Aber warum sollten nicht die größeren Geschichtsvereine des Kreises gemeinsam ein solches Jahrbuch herausgeben, gab der Kreisheimatpfleger zu bedenken. Warum auch nicht, meinte Büttner. Ein solches Jahrbuch müsste ja am Anfang ja nicht sehr umfangreich sein, man müsste nur einen Anfang machen. Vertreter des Sonneberger Museums- und Geschichtsvereins, des Kultur- und Heimatvereins Rauenstein und des Geschichts- und Köhlervereins signalisierten am Ende des Abends Interesse an dem gemeinsamen Projekt. Auch über die Weiterführung des „Historischen Stammtisches“ wurde diskutiert. Kreisheimatpfleger Schwämmlein plädierte für mehr Kooperation und stellte ein eigenes Projekt vor – die Veranstaltungsreihe „Forum Heimatpflege“. Und da könne man doch in Rauenstein beginnen, meinte Büttner. Einen Vorschlag, den Schwämmlein gerne aufgriff. Der nächste „Historische Stammtisch“ am 28. Februar wird sich konkret mit dem Neuen Schloss in Rauenstein, seiner Baugeschichte und seiner künftigen Nutzung befassen. (red)

SPENDENAUFRUF FÜR DEN ERHALT DER BURGRUINE UND DER ERWEITERUNG

DER PORZELLANSAMMLUNG DES MUSEUMS SCHLOSS RAUENSTEIN

 

Spendenkonto vorhanden.