2009

Thüringisch-Fränkischer Geschichtsverein e.V.

 

  • gemeinnütziger Verein für Heimatkunde, Heimatpflege, Denkmalschutz und Denkmalpflege
  • seit 2004 Förderverein der Burgruine Rauenstein und des Museums Schloss Rauenstein

 

Pressearchiv 2009

 

Freies Wort

 

Dienstag, 22. September 2009

 

Geschichtsfans treffen sich am Feiertag

 

Rauenstein – Zu einem Treffen von Geschichtsinteressierten lädt der Thüringisch-Fränkische Geschichtsverein am Tag der Deutschen Einheit, Samstag 3. Oktober, nach Rauenstein ein. Äußerer Anlass ist eine Exkursion des Förderkreises Fürther Burg aus Fürth am Berg bei Neustadt […]

 

Da die Fürther ebenso wie die Rauensteiner eine Burgruine, die zudem beide noch mit den Herren von Schaumberg verbunden sind, in Pflege haben, soll das Treffen auch dem gegenseitigen Erfahrungsaustausch dienen.

 

Eingeladen sind alle Vereinsmitglieder aber auch Geschichtsinteressierte aus der Region. […] Um das Treffen vorzubereiten und planen zu können, bittet der Thüringisch-Fränkische Geschichtsverein, sich vorher anzumelden. Bis zum 24. September können sich Interessierte unter 036766 17587 oder E-Mail info@tfgv.de anmelden.

 

(red.)

 

 

Freies Wort

 

Donnerstag, 17.09.2009

 

Treffen auf der Burgruine Rauenstein

 

Rauenstein – Zum Tag der deutschen Einheit, Samstag, 3. Oktober, lädt ab 15 Uhr der Thüringisch- Fränkische Geschichtsverein zu einer Besichtigung der Burgruine ein. Der Verein hat den Förderkreis Fürther Burg aus Fürth am Berg zu Gast, die ebenfalls eine Burganlage „in Pflege haben“.

 

Gegen 15:30 Uhr wird auf der Burgruine eine Führung stattfinden, zu der die Vereinsmitglieder des Förderkreises Fürther Burg, aber auch Bürger aus der Region eingeladen sind.

 

(red.)

 

 

Rezension zum Sonderheft N° 2 vom 28. August 2009

 

Wilfried Klinsky, Grümpen

 

 

Freies Wort

 

Freitag, 28.08.2009

 

Rauensteiner Porzelliner auf einen Blick

 

Rauenstein – Erste Ergebnisse eines in der Region bislang einmaligen Forschungsprojektes hat der in Rauenstein beheimatete Thüringisch-Fränkische Geschichtsverein in seinem jüngsten Heft kürzlich publiziert.

 

Vereinsvorsitzender […] Büttner ist in einer akribischen Quellenarbeit der sozialen Struktur der Rauensteiner Porzellanarbeiterschaft zwischen 1783 und 1930 nachgegangen. Entstanden ist in den vergangenen Jahren zunächst eine Datenbank, von der ein Teil nun auch gedruckt vorliegt.

 

Das Heft enthält eine [fast] vollständige Liste aller nachweisbaren Arbeiter der Porzellanmanufaktur Rauenstein mit Namen, Lebensdaten und Berufsbezeichnungen. Auch eine erste knappe Auswertung des Datenmaterials enthält das Heft.

 

Büttner folgt mit seiner Arbeit ähnlichen Datenbankprojekten, über die es möglich wurde, die sozialen und kulturellen Veränderungen im Gefolge der Industrialisierung aufzuhellen. Im Sonneberger Land hat Büttner jedenfalls Pionierarbeit geleistet. […]

 

(red)

 

 

Freies Wort

 

Freitag, 03.07.2009

 

Burg bedarf vieler helfender Hände

 

Einsätze – Rauensteiner sind eingeladen

 

Rauenstein – Nach der unangenehmen Überraschung, für die auf der Burgruine Rauenstein randalierende Himmelfahrtswanderer gesorgt hatten, wurde dort in den vergangenen Wochen wieder Ordnung geschaffen. Aber auf der Burgruine sind weiterhin helfende Hände gefragt.

 

„Die Schäden sind jetzt alle wieder beeseitigt“, sagt Reiner Blechschmidt, Hauptamtsleiter der Gemeinde Effelder-Rauenstein. Durch die Kommune, den Thüringisch-Fränkischen Geschichtsverein und Helfer aus Rauenstein wurde in den vergangenen Jahren bereits einiges auf dem Burgberg bewegt.

 

Fertig gestellt [aber noch nicht aufgestellt] sind auch einige Schautafeln, die an wichtigen Punkten über die Burggeschichte informieren.

 

Allerdings braucht die Burgruine auch weiterhin helfende Hände, um das Wahrzeichen Rauensteins zu erhalten. Regelmäßig führt der Thüringisch-Fränkische Geschichtsverein Arbeitseinsätze durch. […]

 

(red)

 

 

Freies Wort

 

Dienstag, 26.05.2009

 

Nach Ausraster Dorf sauer

 

Himmelfahrt: Vandalismusschäden an Rauensteins Kirche kommen auf 2000 Euro

 

Rauenstein - Auf rund 2 000 Euro schätzt Rauensteins Pfarrer Dieter-Klaus Zeidner den Gesamtsachschaden an der Kirche, entstanden infolge von Steinwürfen am Himmelfahrtstag (Freies Wort vom Samstag). Wie berichtet, hatten ein oder mehrere Unbekannte vermutlich vom Feierplatz an der Burgruine die Schieferfassade an einem halben Dutzend Stellen beschädigt bzw. ein bleiverglastes Fenster eingeschossen. Wer für den Schaden gerade stehen muss, ist derzeit unklar, äußerte Zeidner gestern.

 

[...] Der Verursacher jedenfalls ist noch nicht ermittelt.

 

Immerhin "ein Gutes im Schlechten" hat der offensichtlich Alkohol-gesteuerte Ausraster: "Die Entrüstung war groß", viele Bürger hätten ihre Empörung und ihr Mitgefühl dem Ortspfarrer gegenüber kund getan. "Die Leute erinnern sich wieder, dass sie eine Kirche haben."

 

Die Sonneberger Polizei äußerte gestern, dass die Ermittlungen noch andauern. Weitergehend wolle man sich derzeit aber nicht äußern.

 

Doch immerhin: Wer sich im Dorf umhört, bekommt nähere Auskunft. Demnach ließ sich die Ortsjugend noch am Wochenende in die Pflicht nehmen, zumindest die Reste vom Feste an der Ruine zu beseitigen. Scherben, Kippen, Schachteln, leere Flaschen wurden also aus dem Grün gelesen und fortgeschafft. Und: Dem Vernehmen nach soll ein Auswärtiger, kein Einheimischer, für den Übergriff verantwortlich sein. Was ahnen lässt, dass der Täter bekannt ist und gut beraten wäre, selbst den Weg zur Polizei zu finden.

 

Gefühle von Betroffenheit und Wut prägen derzeit diejenigen, die sich jahrein, jahraus für Erhalt und Pflege des Ensembles einsetzen. So äußerte Kai-Marian Büttner, Vorsitzender des Thüringisch-Fränkischen Geschichtsvereins, gegenüber Freies Wort seinen Frust. "Bereits zweimal in diesem Jahr hat sich der Verein zu Einsätzen an der Burgruine getroffen. Im Laufe der Arbeiten wurde der Platz hinter der Kirche vollständig gereinigt, ein neues Hochbeet angelegt und außerdem ein neuer Weg zum Bergfried angelegt. Insgesamt waren wir alle zusammen heuer über 50 Stunden im Einsatz."

 

Aus diesem Grund bedrücken ihn die Vandalismusschäden und groben Verunreinigungen am Platz hinter der Kirche in besonderem Maße.

 

"Zahllose Glasscherben verteilen sich auf dem Burgplateau, Mülltüten, Reste einer wilden Feuerstelle, Papier- und Essensreste sind die Bilanz der ausgearteten Himmelfahrtsfeier einer offenkundig größeren Truppe", beschreibt Büttner den beschämenden Anblick vom Freitag.

 

"Angesichts dieser Begebenheit drängt sich tatsächlich die Frage auf, ob ehrenamtliches Engagement gesellschaftlich überhaupt noch einen Stellenwert besitzt - geschweige denn, wer die Bereinigung der Schäden durchführt. Als Vereinsvorsitzender und Mitglied des Kirchenrates fehlen mir ehrlich gesagt buchstäblich die Worte."

 

Der mangelnde Respekt vor der ehrenamtlichen Arbeit Anderer und die fehlende Achtung der Institution der Kirche sei nicht hinzunehmen.

 

(anb)

 

 

Freies Wort

 

Freitag, 13. Februar 2009

 

Auch einfachen Arbeitern die Biografien zurückgegeben

 

Datenbank-Projekt – Nach fünf Jahren Arbeit über 1000 Datensätze

 

Rauenstein – Es war eine lange und enorme Fleißarbeit. Aber es hat sich gelohnt und beginnt nun Früchte zu tragen. Gemeint ist die Datenbank, die Kai-Marian Büttner […] seit fünf Jahren erarbeitet und die versucht, den Beschäftigten der einstigen Porzellanmanufaktur Rauenstein (1783-1934) – soweit als möglich – ein biografisches Gesicht zu geben.

 

Sie erfasst Rauensteiner Porzellanarbeiter aus drei Jahrhunderten, aber auch ihre Vorgesetzten. Heute ist leider kein Beschäftigter der Porzellanfabrik mehr am Leben. Im Jahr 2002 ist mit Fritz Wolf […] der letzte Porzellanmaler der Fabrik verstorben. Warum aber das Ganze mit der Datenbank? Büttner: „Ich möchte dem Interessierten einen tieferen Einblick in die sozialen und personellen Strukturen eines solchen Unternehmens geben. Die Datenbank ermöglicht interessante Aufschlüsse zur Familienstruktur und zu den Auswirkungen der wirtschaftlichen auf die sozialen Verhältnisse. Es werden aber auch Regional- und Heimatgeschichte greifbar. Und nicht zuletzt stellt die Datenbank auch ein Hilfsmittel für die genealogische Forschung dar.“

 

Glücklicherweise erschließt sich aus den unterschiedlichen Quellendokumenten eine stattliche Zahl von Beschäftigten, die sich unter verschiedenen statistischen Gesichtspunkten auswerten lassen. Rund 700 Personen aus Rauenstein, Meschenbach, Grümpen und Theuern sind es schon. Perspektivisch [könnten] es etwa 2000 werden, denn es fehlen noch die Fabrikarbeiter aus Schalkau, Effelder, Steinheid und Lauscha.

 

Zahlreiche Such- und Filterfunktionen ermöglichen Auskünfte zu Lebensdaten, Herkunft, Verwandtschaftsbeziehungen, Bildnungsniveau, sozialem Stand und Status, Alters- und Gesundheitsfragen, ja sogar zu Wanderungsbewegungen und gewissen Individualitäten. Teilweise lassen sich auch soziale Aufstiege […] nachvollziehen.

 

Besonders nach Auswertung der Kirchenbücher wuchs die Datenmenge beträchtlich, auch wenn in diesen manchmal auch Ungereimtheiten auftauchen, wie Büttner aus Erfahrung weiß.

 

Kürzlich hat er sein Datenbank-Projekt auch im Rahmen einer Vortragsveranstaltung des Sonneberger Museums- und Geschichtsvereins und der Volkshochschule präsentiert. In einigen Monaten soll es auch in Buchform […] vorliegen.

 

Die Datenbank wird aber auch danach noch ständig erweitert und aktualisiert werden. Deshalb ruft der Verein nun die Nachkommen ehemaliger Rauensteiner Porzellanarbeiter auf, dazu hilfreich beizutragen. Büttner: „Wer noch interessantes Material [Fotos, Ausweise, Dokumente, …] hat, melde sich bitte unter Tel.: 036766 17587 oder Schreibe an: Thüringisch-Fränkischer Geschichtsverein e.V. Geschäftsstelle, Schlossstraße 10, 96528 Rauenstein. [Originale werden selbstverständlich sorgsam behandelt und unbeschadet zurückgegeben].“

 

(Stefan Löffler)

 

 

Freies Wort, 02. Februar 2009

 

Tages-Tipp

 

Die Rauensteiner Porzelliner

 

Wer steckt hinter den Porzellandekoren und glänzenden Glasuren des Rauensteiner Porzellans? Dieser und ähnlicher Fragen wendet sich ein Vortrag zu, zu dem Sonneberger Museums- und Geschichtsverein und Volkshochschule am Dienstag, 3. Februar [...] einlädt.

 

Kai-Marian Büttner, Vorsitzender des Thüringisch-Fränkischen Geschichtsvereins [...] wird an diesem Abend ein Datenbankprojekt zu den Beschäftigten der Porzellanfabrik Rauenstein vorstellen. Kirchenbucheinträge, Hinweise in Akten und persönlichen Nachlässen von Rauensteinern wertete er aus, um ein Bild von der Porzellanarbeiterschaft zu gewinnen.

 

Nur über eine umfassende, möglichst vollständige Erfassung aller Daten ist es möglich, verlässliche Aussagen zur sozialen Struktur jener Menschen zu geben, die zwischen 1783 und 1930 in der Porzellanfabrik Rauenstien gearbeitet haben.

 

(red.)

SPENDENAUFRUF FÜR DEN ERHALT DER BURGRUINE UND DER ERWEITERUNG

DER PORZELLANSAMMLUNG DES MUSEUMS SCHLOSS RAUENSTEIN

 

Spendenkonto vorhanden.