2015

Thüringisch-Fränkischer Geschichtsverein e.V.

 

  • gemeinnütziger Verein für Heimatkunde, Heimatpflege, Denkmalschutz und Denkmalpflege
  • seit 2004 Förderverein der Burgruine Rauenstein und des Museums Schloss Rauenstein

 

Pressearchiv 2015

 

Freies Wort

08. Juni 2015

 

Neugier auf Schloss Rauenstein

Eine große Besucherschar interessierte sich am Sonnabend dafür, was aus dem Barockbau der Schaumberger nach der Sanierung geworden ist.

Von Martina Hunka

 

Frankenblick – Die großen Investitionen für das Rauensteiner Schloss beschäftigten in den vergangenen beiden Jahrzehnten Gemeinderat und Bürger. Viele Zweifler gab es, ob aus dem verfallenen Kasten noch etwas zu machen ist. 3,7 Millionen Euro wurden seit 1994 insgesamt hier eingesetzt, davon stammen 1,3 Millionen von der Gemeinde Effelder-Rauenstein beziehungsweise später Frankenblick. Am Samstag lüftete die Gemeinde den Schleier nach zweijähriger intensiver Bauzeit mit einem Tag der offenen Tür. Die meisten Besucherstaunten darüber, was aus dem Gebäude geworden ist.

Kreisheimatpfleger und Vorsitzender des Museumsbeirates Thomas Schwämmlein gab in einer Führung einen Einblick in die 400-jährige Geschichte des Gebäudes und seiner Herren. Auf 1615 datiert die erste Erwähnung des Schlosses, das eher ein Repräsentationsbau, denn ein Wohngebäude war. Rund 50 Zuhörer vom Kind bis zum Greis lauschten interessiert.

Im Gebäude, und zwar im Trakt der ehemaligen Georgii-Fabrikantenwohnung, zeigte Kai-Marian Büttner vom Thüringisch-Fränkischen Geschichtsverein in einer Präsentation Bilder vom Ablauf der Sanierung, wobei die ersten Bilder an ein Gruselkabinett erinnerten. Er zeigte, wie die Gefache des Fachwerks abgetragen und neu mit Lehmstein verfüllt, die Holzkonstruktion erneuert, der Fußboden neu aufgebaut, der Keller frei geräumt, die Fassade neu hergerichtet wurde und vieles mehr.

Während der Bauarbeiten gewann man auch neue Einsichten zur Baugeschichte des Hauses. Der älteste untersuchte Holzbalken datiert auf etwa 1690. (Dies kann man feststellen, weil sich durch den Klimaverlauf ein typisches Muster von Jahresringen bildet, für das es Karten gibt.) Der Applaus am Ende seines Vortrages galt einerseits dem Vortrag selbst, aber auch der Leistung der Bauhandwerker, Ingenieure und Planer. Erfahren konnte man auch, wer alles Geld für die Sanierung seit 1994 gegeben hat: der Landkreis 2000 Euro, das Thüringer Landesamt für Denkmalpflege 167000 Euro, das Thüringer Kultusministerium 118000 Euro. Das Flurneuordnungsamt in der Dorferneuerung 587000 Euro, die Arbeitsgemeinschaft „Ziegeldach“ 10000 Euro, die EU über den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung 30600 Euro, die Städtebauförderung 1,45 Millionen Euro, die Stiftung Denkmalschutz 41000 Euro – macht zusammen 2,4 Millionen Euro Fördermittel. Eigenmittel der Gemeinde waren rund 1,3 Millionen Euro.

In Ansätzen sichtbar wurde die Konzeption für die künftige Nutzung. Im Keller wird man anhand von Stücken aus der Blessberghöhle etwas über die Geologie der Gegend erfahren. Die Besucher durften auch einmal in die Kiste spähen, in der sich ein Tropfstein aus der Blessberghöhle befindet. Platz findet natürlich auch wieder die Porzellansammlung. Ein Küchenschrank, bei dem die Vorratsdosen aus Porzellan mit Delfter Muster gefertigt sind, erregte allgemeine Bewunderung – und Begehrlichkeiten. Auch Puppen von Schildkröt sollen in dem Museum zu sehen sein. Das Unternehmen, dessen Wurzeln in der Puppenproduktion bis auf das Jahr 1896 zurückgehen, hat sich 1993 in Rauenstein niedergelassen. Bekannt machen konnte man sich zum Tag der offenen Tür, auch mit dem Wirken des Thüringisch-Fränkischen Geschichtsvereins, der sich seit 2004 für Erhalt und Sanierung der Burgruine einsetzt. Als Förderverein unterstützt er außerdem das Museum Schloss Rauenstein und beteiligt sich mit Forschungen zur Rauensteiner Porzellangeschichte. In diesem Zusammenhang ist auch eine Übersicht über die Beschäftigten im Rauensteiner Porzellanwerk entstanden. [...]

 

 

Wochenspiegel

25. November 2015

 

WochenSpiegel-Buchtipp

 

Das Personenlexikon zur Porzellanfabrik Rauenstein

RAUENSTEIN Kai-Maria Büttner freut sich, dass das Personenlexikon zur Geschichte der Porzellanfabrik Rauenstein als erster Band der Schriftenreihe des Thüringisch-Fränkischen Geschichtsvereins nach 10 Jahren Arbeit am Rauensteiner Porzellanarbeiterprojekt erschienen ist. Die gebundene Druckausgabe umfasst 304 Seiten und ist für 25,00 Euro erhältlich. Ein E-Book für 14,99 Euro kann innerhalb eines Aktionszeitraums für 9,99 Euro erworben werden. Bald wird das Werk im Buchhandel erhältlich sein.

„Für die Unterstützung an der Bearbeitung und Finanzierbarkeit des Projekts möchte ich mich an dieser Stelle ganz herzlich bei allen Informationsgebern, insbesondere aber dem Landratsamt Sonneberg und der VR-Bank Coburg eG bedanken“, so Kai-Mariann Büttner, Vorsitzender des Thüringisch-Fränkischen Geschichtsvereins e.V. und seit 2014 Mitglied des Museumsbeirates Museum Schloss Rauenstein.

Zum Inhalt des Buches

Das Personenlexikon zur Porzellanfabrik Rauenstein stellt das Ergebnis zehnjähriger Forschungen im Rahmen des Rauensteiner Porzellanarbeiterprojekts des Thüringisch-Fränkischen Geschichtsvereins e.V. dar. Es erfasst erstmals über 1100 ehemalige Porzelliner der 1783 bis 1934 existierenden Porzellanfabrik Friedrich Christian Greiner und Söhne, später Porzellanfabrik Rauenstein AG. Auf über 300 Seiten sind mehr als 1100 Biogramme von schöpferischen, kreativen und administrativen Mitarbeitern und Fabrikbesitzern erfasst, die aus unterschiedlichsten Quellen zusammengetragen worden und bislang nur in einer Datenbank verzeichnet sind. Ausführliche Quellenangaben und ausgewähltes Bildmaterial runden diese für Sammler, Heimatforscher und Genealogen interessante, regional- und wirtschaftsgeschichtliche, prosopographische Arbeit ab.

 

 

Freies Wort

11. Dezember 2015

 

Porzellinern ein Denkmal gesetzt

Ein Personenlexikon zur Porzellanfabrikation in Rauenstein wurde kürzlich während eines „Forum Heimatpflege vorgestellt.“

Rauenstein – Rund 4000 Menschen haben zwischen 1783 und 1930 in der Porzellanfabrik Rauenstein gearbeitet. Mit der Fabrik, deren „Wiege“ im Schloss des Frankenblick-Ortsteils stand, sind damit die Lebensleistungen sehr vieler Familien in der Region verbunden. Der Rauensteiner Kai-Marian Büttner hat ihnen mit einem Personenlexikon, das kürzlich während eines „Forum Heimatpflege“ in der Gaststätte Triniushütte vorgestellt wurde, ein Denkmal gesetzt.

Ohne Rückhalt einer Universität oder eines großen Museums hat sich Büttner an die Arbeit gemacht und nach über einem Jahrzehnt akribischer Recherchen in Kirchenbüchern, Archiven, Bibliotheken der Rauensteiner Haushalten die Lebensdaten der Rauensteiner Porzelliner zusammengetragen. Aus der Datenbank machte der Rauensteiner schließlich auch eine Publikation.

Der Historiker eröffnet mit dem Personenlexikon weiteren Forschungen zur Sozial- und Wirtschaftsgeschichte ebenso neue Wege, wie zahlreiche Ahnenforscher nun ein wichtiges Nachschlagewerk in den Händen halten. Das bei Books on Demand erschienene Werk kann über den Buchhandel bezogen werden. ts

 

SPENDENAUFRUF FÜR DEN ERHALT DER BURGRUINE UND DER ERWEITERUNG

DER PORZELLANSAMMLUNG DES MUSEUMS SCHLOSS RAUENSTEIN

 

Spendenkonto vorhanden.