2016

Thüringisch-Fränkischer Geschichtsverein e.V.

 

  • gemeinnütziger Verein für Heimatkunde, Heimatpflege, Denkmalschutz und Denkmalpflege
  • seit 2004 Förderverein der Burgruine Rauenstein und des Museums Schloss Rauenstein

 

Pressearchiv 2016

 

Freies Wort

12. September 2016

 

„Tue mich mit dem Motto sehr schwer“

Rauenstein – Seine Führung auf der Burgruine Rauenstein begann Kai-Marian Büttner am Tag des offenen Denkmals mit einer etwas provokanten Frage: „Wer von Ihnen kann sich vorstellen, uns beim Erhalt der Burgruine zu unterstützen?“ Bewusst hat der Vorsitzende des Thüringisch-Fränkischen Geschichtsvereins diese Frage gestellt. Denn der harte Kern des Vereins, das sind knapp zehn Leute, von denen einige zu Arbeitseinsätzen auch aus Erfurt, Berlin und Saalfeld kommen. Seit dem Frühjahr 2007 als die Sanierungsarbeiten an der Ruine abgeschlossen waren, wird das Areal um die Mauer- und Gewölbereste vom Verein in Ordnung gehalten.

„Der Stellenwert von Denkmalschutz in Rauenstein und Umgebung ist noch sehr gering. Und genau deshalb tue ich mich mit dem ausgegebenen Jahresmotto ,Gemeinsam Denkmale erhalten‘ sehr schwer“, sagt Büttner. In diesem Jahr stand das gemeinschaftliche Engagement aller für die Erhaltung des Denkmalbestands im Mittelpunkt der Aktion der Deutschen Stiftung Denkmalschutz.

Nicht nur an der Burgruine gibt es viel zu tun, auch als Förderer des Museums Neues Schloss Rauenstein ist der Verein zugange. In der aktuellen Ausstellung ist beispielsweise ein Exponat das Modell der Burg Rauenstein um 1350. Weiterhin lieferte Büttner eine Euro-Palette voll alter Porzellanformen, die er beim Hausbau aufgetan hatte, und stellte sie dem Museum zur Verfügung – hübsch aufbereitet ist es nun ein Ausstellungspart. Auch wurde unter Regie des Vereins 2015 ein Lexikon mit über 300 Seiten erstellt, in dem die Namen und biografische Daten der Rauensteiner Porzelliner des 18. Bis 20. Jahrhunderts nachzulesen sind. Für das Jahr 2020 hat sich Büttner vorgenommen, eine kollektive Biografie herauszugeben.

Und das alles, wo Familie, Job und Haus die größten Zeitfresser für fast alle Vereinsmitglieder sind. Die Eröffnung des Museums Schloss Rauenstein hat sich Kai-Marian Büttner nicht entgehen lassen. Und als Mitwirkender an Denkmaltagen ist sein Verein schon fast ein „alter Hase“. Die historischen Führungen an der Burgruine fanden unter herrlicher Kulisse statt – die Schaumberger hätten sich über so viel Aufmerksamkeit sicher gefreut. Die Baugeschichte der Burg, die Erläuterung verschiedener Burgentypen und die Geschichte der Errichtung und deren gemeinschaftlicher Unterhalt als Ganerbenburg, flocht Kai-Marian Büttner in seine Vorträge ein. 1349 wurde die Burg erstmals urkundlich genannt, zerstört wurde sie im 30-Jährigen Krieg.

Kreisheimatpfleger Thomas Schwämmlein begann seine nachmittelalterlichen Führungen im Schloss ebenfalls mit der Burgruine als „Zeugnis adliger Selbstbehauptung“. Er ermunterte die Gäste, nach Porzellan und Puppen noch den Weg zum Bergfried anzutreten. Das taten denn auch einige. Hängen geblieben sind dabei einige Anregungen für Verbesserungen: Zum Beispiel wurde die mangelnde Ausschilderung für Ortsunkundige mehrmals moniert.

 

SPENDENAUFRUF FÜR DEN ERHALT DER BURGRUINE UND DER ERWEITERUNG

DER PORZELLANSAMMLUNG DES MUSEUMS SCHLOSS RAUENSTEIN

 

Spendenkonto vorhanden.